Carlos Müller
Die Kanarischen Inseln
Reisen durch die Zeit

Eine kurze ökologische Geschichte von "Makaronesien"

Lorbeerwald auf La Gomera
Lorbeerwald auf La Gomera
Makaronesien (von griechisch „Makáron Nesoi“, die Glücklichen Inseln) ist die Bezeichnung des biologischen Lebensraumes, der hauptsächlich die nordatlantischen Inseln umfasst – Azoren, Madeira, Selvages, Kanaren und Kapverden – und einen Küstenstreifen des afrikanischen Kontinents, viel Ozean und wenig Land. Eingeführt wurde der Terminus von Philip Barker Webb (1793–1845), englischer Geograph und Botaniker, der auf einer Reise nach Brasilien auf den Kanarischen Inseln Station machte und dann nicht mehr weiterreiste. Zusammen mit dem französischen Archäologen Sabin Berthelot war er der Autor der ersten Naturgeschichte der Inseln.
Die Passatwinde zusammen mit der südlichen Lage bringen den Inseln genügend Feuchtigkeit, so dass sich auf ihnen eine vielfältige Flora und Fauna entwickeln konnte. Es gibt mehr Pflanzenarten als in Deutschland, darunter einzigartige Biosphären wie zum Beispiel den Lorbeerwald auf Gomera.
Bevölkerungswachstum und Tourismus bedrohen allerdings das ökologische Gleichgewicht. Auf den Kanaren leben ungefähr zwei Millionen Menschen, zusätzlich kommen pro Jahr etwa 10 Millionen Touristen hinzu.
Nach den Niederlanden weisen die Kanarischen Inseln die größte Bevölkerungsdichte der EU auf.
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